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  Die Silhouette Irlands Staatsflagge Republik Irland
 
 
  • 01. Juni, auf kleinem Umweg nach Dublin
    Top-Reiseseiten.deAuf Umwegen deshalb, weil mich zwei Tage vor dem Flug vormittags eine nette Dame von Opodo anrief - ich hatte den Flug nicht direkt bei Air Lingus, sondern eben über Opodo gebucht - und mir mitteilte, dass alle Piloten der irischen Fluggesellschaft bis mindestens Mitte nächster Woche streiken und mein Flug von Düsseldorf nach Dublin daher gecancelt ist, sie würde sich aber bemühen mich auf einen Ersatzflug zu buchen. Was dann glücklicherweise auch klappte, es hat schon Vorteile wenn man Linie bucht, allerdings ging der Flug dann nicht direkt nach Dublin, sondern von Frankfurt via Kopenhagen. Dies schien tatsächlich der einzige an diesem Tag noch verfügbare Flug vom Festland auf die grüne Insel gewesen zu sein.
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  • 01. / 02. Juni, Nachtfahrt nach Dingle
    Allerdings bin ich dadurch etwa 10 Stunden später auf dem Flughafen in Dublin angekommen, die Mietwagenfirma hatte ich zwar vorher per E-Mail verständigt, aber das schien an den Airportschalter des Unternehmens nicht weitergeleitet worden zu sein. Man hatte also kein Fahrzeug, in der von mir gebuchten Kategorie, mehr und gab mir daher einen Fiat Scudo, ein Neun - Sitzer - Minibus, für mich alleine sowie meine drei Taschen! Nach den ersten vorsichtigen Fahrversuchen auf dem Parkplatz Dingle, Dingle Peninsula (Rechtslenker), dann die Überlegung - was tun? Schließlich war es mittlerweile fast Mitternacht. Die Entscheidung war dann aber doch recht schnell getroffen, erst einmal losfahren und unterwegs nach einem Hotel schauen, zur Not hätte ich ja in dem großen Auto genug Platz zum Schlafen gehabt. Morgens gegen 6 Uhr dann Ankunft in Dingle (An Daingean), mit dem Hotel unterwegs hatte es nicht geklappt. Ich habe dann dort das Auto auf einen Parkplatz gestellt und etwa drei Stunden geschlafen, die zirka 350km quer durch Irland waren doch etwas anstrengend. Danach dann das erste Full Irish Breakfast, d.h. Spiegeleier, Sausages (Würstchen), gebratener Speck, geschmorte Tomaten sowie Black and White Pudding, was das allerdings genau ist habe ich bisher nicht herausbekommen, etwas größer als ein Mühlespiel - Stein (und auch von ähnlichen Farben), ich vermute das es wohl aus Haferkleie oder Gries besteht. Das "Irish Breakfast" ist sicher etwas gewöhnungsbedürftig, weil doch sehr reichhaltig, aber man hat zumindest nicht um 11Uhr vormittags schon wieder Kohldampf. Ich hatte geplant etwa drei Tage auf der Halbinsel zu bleiben, so dass der nächste Tagesordnungspunkt die Suche nach einer Pension oder einem kleinen Hotel war. Zu meinem Schreck gestaltete sich dieses jedoch überraschend schwierig, erst bei der dritten oder vierten Anlaufstelle habe ich dann ein Zimmer bekommen. Wobei man betonen muss, dass die Leute alle sehr hilfsbereit waren und mit Bekannten telefoniert haben, wo denn wohl noch was frei ist. Einer fragte allerdings auch ob denn noch mehrere kommen, wegen dem großen Auto.
    Man befindet sich auf der Dingle Peninsula sicher an einem der westlichsten Punkte Europas und Slea Head ist der westlichste Zipfel der Halbinsel. Danach kommt nur noch viele tausend Kilometer das Wasser des Nordatlantiks und dann Labrador, ich liebe dieses Gefühl.
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  • 03. Juni, Dingle Peninsula
    Promontory Forts (Promontory = Vorgebirge) sind auf Steilklippen oder vorspringenden Landzungen gelegene Befestigungen aus der Eisenzeit, in Irland etwa der Zeitraum von 500 v. Chr. bis 400 n. Chr. Eines der interessantesten, das Promontory Fort Dunbeg, liegt an der Südwestküste der Dingle Peninsula, zwischen der Bucht Ventry Harbour (Cuan Fionntrá) und Slea Head.
    Famine bedeutet übersetzt Hungersnot, im Zusammenhang mit Irland ist damit insbesondere der Zeitraum von 1845 bis 1849 gemeint. Von der damals in ganz Europa grassierenden Kartoffelpest war Irland besonders schwer betroffen, außerdem war die Kartoffel das Hauptnahrungsmittel der überwiegend ländlichen Bevölkerung, so das nach dem Ausfall mehrerer Ernten die Situation dramatisch war, heute würde man dieses als "Humanitäre Katastrophe" bezeichnen. 1,5 Millionen Menschen verhungerten, weitere 1 Millionen Iren verließen die Insel, überwiegend in Richtung Vereinigte Staaten, um so dem Hungertod zu entfliehen. In der Nähe des Promontory Forts liegt die Famine Cottage, ein kleines Anwesen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, man bekommt dort einen kleinen Eindruck von den Lebensbedingungen zu dieser Zeit.
    Ebenfalls nicht weit entfernt von Fort Dunbeg und der Famine Cottage befindet sich eine kleine Gruppe von Beehive Huts (Bienenkorbhütten, irisch Clocháin), dies sind kleine mörtellos gebaute Rundhütten, die in frühchristlicher Zeit Mönchen als Behausungen dienten.
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  • 04. Juni, Dingle Peninsula, Brandon Mountain
    Für den heutigen Tag hatte ich mir eine ausgedehnte Wanderung vorgenommen. Ziel war der Brandon Mountain (Cnoc Bréanainn), unweit der Nordküste Irland – Reisebericht auf Beuder.de – Top bei Pervan.deder Halbinsel gelegen. Der Berg ist 952m hoch, da man quasi direkt von Meereshöhe aufsteigt sind dies echte 952 Höhenmeter. Aufgrund des sehr starken Windes bin ich leider nicht bis zum Gipfel gekommen, sondern habe nach ca. 80% der Strecke den Rückweg angetreten. Der Weg hat sich aber trotzdem mehr als gelohnt, da sich einem ein herrlicher Ausblick auf das Meer bietet, außerdem konnte ich einem Hirtenhund bei der Arbeit zuschauen, eine absolut faszinierende Sache.
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  • 05. Juni, nach Cahirciveen / Iveragh
    Dingle PeninsulaHeute hat bei der Fußball - WM in Korea / Japan Deutschland gegen Irland gespielt (das Spiel endete unentschieden 1 : 1), verfolgt habe ich das Match im Autoradio auf dem Weg von der Dingle Peninsula auf die südlich gelegene Halbinsel Iveragh. Zwischen den beiden Halbinseln liegt die etwa 50km lange Dingle Bay, in diese Bucht wiederum ragt die Halbinsel Inch hinein, ein 5km langer Dünenrücken mit einem fast karibischen Sandstrand.
    Als Tagesziel hatte ich mir für heute den kleine Ort Cahirciveen (Cathair Saidhbhín) ausgewählt, das Städtchen liegt am sogenannten Ring of Kerry, einer Straße die auf zirka 160km Länge einmal rund um die Halbinsel führt. Gegenüber von Cahirciveen liegt die kleine Insel Valentia Island (auch Valencia Island), das Eiland ist etwa 11km lang und maximal 4km breit, man gelangt entweder über eine Brücke bei Portmagee oder - stilvoller - mit der Fähre bei Knight's Town dorthin. Der spanisch klingende Name der Insel soll auf spanische Schiffbrüchige zurückgehen, die sich nach ihrem Schiffbruch in der Gegend niedergelassen hatten.
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  • 06. Juni, Valentia Island / Skellig Islands
    Skellig Islands Skellig IslandsAuf Valentia Island lohnt sich ganz besonders der kleine Spaziergang zur Westspitze der Insel, dem Bray Head, von den 156m hoch aus dem Meer aufragende Klippen hat man eine fantastische Aussicht auf die Küste und den Atlantik. Außerdem kann man in etwa 14km die Skellig Islands sehen, die Inselgruppe besteht aus einer größeren Insel - Great Skellig (oder auch Skellig Michael, irisch1 Sceilig Mhichíl) - und einer kleineren - Little Skellig (Sceilig Bheag) - sowie einigen weiteren Felsen. Betreten darf man die Inseln allerdings nicht, da sie 1987 zu einem Vogelschutzgebiet erklärt wurden, man kann die Eilande aber in kleinen Booten umrunden, auf jeden Fall ein lohnender Ausflug. Die Boote fahren in der Nähe der oben erwähnten Brücke auf Valentia Island ab, dort befindet sich auch ein Besucherzentrum (Skellig Experience) welches Hintergrundinformationen zu den Felsinseln liefert.
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  • 07. Juni, Cahirciveen
    Ringfort Leacanabuaile Das Ringfort Leacanabuaile ist eine von zwei Anlagen dieser Art in der Umgebung von Cahirciveen. Die Befestigungsanlagen stammen aus dem 9. Jahrhundert mit Um- und Anbauten aus späteren Epochen. Beide Monumente, sowie das Ballycarbery Castle aus dem 15. Jahrhundert, liegen jenseits des Valentia River, zu erreichen über die Cahirciveen Bridge.
    Etwa 15km südlich von Cahirciveen liegt der kleine Ort Waterville (An Coireán), interessant gelegen auf einer nur wenige hundert Meter breiten Landenge zwischen der Ballingskelligs Bay und dem Lough Currane (Loch Luíoch), diesen See hatte ich mir vorgenommen zu umrunden. Als Ausgangspunkt wählte ich die Ortschaft (besser Gehöft) Killagurteen am nördlichen Ufer des Sees. Der Weg folgte erst ein kleines Stück dem Rundwanderweg "The Kerry Way" und führte dann am Südufer auf einer nur wenig befahrenen Nebenstraße nach Waterville, wo eine Pause von zirka einer Stunde angesagt war, da es seit einiger Zeit heftig am regnen war. Nach der Pause, es goss immer noch in Strömen, ging es über einen kleinen Hügel und etliche Weiden am Nordufer zurück zum Auto. Die ganze Tour dauerte einschließlich der Pause in dem Pub in Waterville acht Stunden, seitdem weiß ich dass Gore-Tex Jacken dicht sind.


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  • 08. Juni, nach Killarney
    Folgt man von Waterville weiter der N70, also dem Ring of Kerry, so bittet sich als nächster Halt der Derrynane National Historic Park an, die Dünenlandschaft westlich von Caherdaniel ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Hinter den Dünen erstrecken sich lange Sandstrände und mehrere vorgelagerte kleine Inseln sind bei Ebbe zu Fuß zu erreichen.
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  • 09. Juni, Killarney Area
    Eine der größten Touristenattraktionen Irlands ist sicher die Killarney Area genannte Seelandschaft südlich des gleichnamigen Orts, die Seenplatte besteht aus insgesamt drei Seen, der größte ist der Lower Lake oder Lough Leane (Loch Léin), er grenzt beinahe an das Stadtzentrum von Killarney, südlich vom Lower Lake befindet sich der kleinere Muckross Lake (Middle Lake, Loch Mhucrois). Noch etwas weiter südlich gelegen und durch einen Wasserlauf mit den beiden anderen Seen verbunden ist der Upper Lake (Loch Uachtarach). In den Seen befinden sich zahlreiche kleine Inseln und Inselchen, die zum Teil mit Ausflugsbooten besucht werden können. Zwischen dem Lower Lake und dem Muckross Lake befindet sich auf einer Halbinsel eine parkähnliche Anlage mit dem Muckross House als Herzstück. Für meinen Geschmack war die Gegend allerdings ein wenig überlaufen, besonders lästig waren die Kutscher der Jauntingcars (offene Pferdekutschen) die überall auf potentielle Fahrgäste lauern.
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  • 10. Juni, nach Doolin
    Rollin' DoolinIrland besteht aus vier historisch gewachsenen Provinzen, diese gliedern sich in insgesamt 32 Grafschaften, den Counties:
    • Munster, im Süden und Südwesten
      mit den Counties: Clare, Cork, Kerry, Limerick, Tipperary und Waterford
    • Connaught (Connacht), im Westen
      fünf Grafschaften
    • Ulster, im Norden
      von den neun Counties Ulsters liegen sechs in Nordirland
    • Leinster, an der Ostküste
      12 Counties

    Die Halbinseln Dingle und Iveragh sowie die Gegend um Killarney gehören zur Grafschaft Kerry und diese Gegend wollte ich heute verlassen, Ziel war der kleine Fischerort Doolin, ziemlich genau in der Mitte der irischen Westküste im County Clare gelegen. Die Fahrstrecke führte also von Killarney aus in Richtung Norden über Tralee, Listowel und Tarbert, wo man mit der Fähre das Mündungsgebiet des Shannon überquert. Weiter über Kilrush, Kilkee, Miltown Malbay an der Küste entlang bis eben Doolin, eine Strecke von zirka 140km. Im übrigen war heute der erste von drei sehr stürmischen Tagen, was aber nicht weiter überrascht, da man ja hier schließlich nicht an der Ostsee, sondern am Nordatlantik ist.
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  • 11. Juni, Doolin und Burren
    Aran - Sweater oder auf Deutsch Aran - Pullover kennt sicher jeder, zumindest vom sehen, falls nicht - das sind die in Uni-Tönen gehaltenen Pullover mit dem typischen Zopfstrickmuster. Sicher nicht alle als original Aran - Sweater verkauften Kleidungsstücke sind auf den gleichnamigen Inseln hergestellt, aber man kann zumindest davon ausgehen, dass sie in Irland produziert wurden. Eigentlich hatte ich mir für diesen Tag vorgenommen auf die größte und westlichste der drei Insel, Inishmore, zu fahren, aber da es immer noch heftig stürmte verkehrten die Boote an diesem Tag nicht. Also umdisponieren, was angesichts der möglichen Alternativen nicht weiter schwergefallen ist.
    Der Burren Der Burren ist eine Karstlandschaft die sich nördlich und nordöstlich von Lisdoonvarna bis an die Galway Bay erstreckt. Der Begriff Karst stammt ursprünglich von der Landschaft Kras, die sich in Slowenien und Kroatien entlang der Adriaküste etwa von Triest bis Split ausdehnt. Der deutsche Name Karst hat sich als internationale Bezeichnung für diese Landschaftsform eingebürgert. Karstgebiete bestehen in der Regel aus einem Untergrund aus Gips oder Poulnabrone Dolmen Kalkstein, dieses kohlensäure-lösliche Gestein verwittert (korrodiert) durch das im Wasser enthaltene Kohlendioxid. Durch diesen, Kohlensäureverwitterung genannten, Vorgang entstehen große Furchen und Rinnen an der Oberfläche sowie Gänge und Hohlräume im Untergrund, die sich zu kompletten Höhlensystemen entwickeln können. Dadurch das Niederschläge sehr rasch in den Untergrund abfließen, entstehen trockene und karge Landschaften die oft einen sehr unwirtlichen Eindruck machen. Im Burren fällt die Trockenheit natürlich besonders auf, da das Erscheinungsbild des Landstrichs in einem krassen Kontrast zum sprichwörtlichen "Grünen Irland" steht. Es macht trotzdem Sinn sich ein wenig länger dort aufzuhalten, denn es gibt einiges zu sehen, Flüsse und Bäche die einfach im Boden verschwinden und einige Kilometer weiter vielleicht wieder auftauchen oder Höhlensysteme die im Rahmen von Führungen für Besucher zugänglich sind (Ailwee Cave). Neben den von der Natur geschaffenen Sehenswürdigkeiten gibt es aber auch solche die menschlichen Ursprungs sind, wie zum Beispiel den Poulnabrone Dolmen. Dieses ungefähr 5000 Jahre alte Megalithgrab befindet sich verkehrsgünstig gelegen wenige Meter östlich der R480, die kurz hinter Ballyvaghan von der N67 links abzweigt.
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  • 12. Juni, Aran Islands
    bei Doolin In der Reihenfolge von Südost nach Nordwest und gleichzeitig nach aufsteigender Größe: Inisheer (Inis Oírr), Inishmaan (Inis Meáin) und Inishmore (Árainn), das sind die Aran Islands (Oileáin Árann), eine kleine Inselgruppe etwa 45 südwestlich von Galway. Man gelangt mit dem Boot entweder von Galway oder aber auch von Doolin aus dorthin. Ich bin natürlich von Doolin aus gefahren, denn das war ja für die Tage mein Standquartier, nach Galway wollte ich erst am nächsten Tag. Es war an diesem Tag immer noch sehr, sehr windig, doch die kleinen aber seetüchtigen Boote, die mich von der Bauart her etwas an Seenotrettungskreuzer erinnerten, verkehrten wieder. Auch der Seegang war recht ordentlich, so dass einige andere Passagiere ziemlich grün im Gesicht wurden. Auf Inishmore habe ich dann einen ausgedehnten Spaziergang bis etwa in die Inselmitte unternommen, man hätte auch das prähistorische Steinfort Dún Aenghus, eine der mächtigsten Anlagen dieser Art in Europa, besichtigen können, ich habe aber darauf verzichtet. Interessant war auch ein Gästebuch das in einem Pub in Kilronan (Cill Rónáin), dem Hauptort der Insel, auslag, es ging gut daraus hervor wo die Besucher Irlands überall herkommen, insbesondere natürlich aus den USA, aber auch Australier sowie Neuseeländer waren zahlreich im Gästebuch vertreten.
    Herberge für die Tage in Doolin war die "Bed and Breakfast" - Pension Fisherman's Rest in der Fisher's Lane, sehr zu empfehlen, da gemütlich und familiär, das Haus selber vielleicht etwas hellhörig (Tel.: +353 0657074673, E-Mail: fishermansrest@eircom.net, Hinweis, 13.12.08: Telefonnummer sowie Email - Adresse sind möglicherweise inzwischen nicht mehr aktuell. Bitte gegebenenfalls prüfen!).
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  • 13. Juni, Galway
    In Galway hatte ich dann aber leider nicht so viel Glück mit der Unterkunft, aber so ist das eben - als allein Reisender bekommt man schon mal die Besenkammer unter der Treppe. Nach den kleinen Orten und der vielen Landschaft der letzten Tage kam mir Galway mit seinen 57 000 Einwohnern fast wie eine richtige Großstadt vor. In Galway befindet sich das Geburtshaus von Nora Barnacle der Gattin von James Joyce.
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  • 14. Juni, zurück nach Dublin
    Dublin, der irische Name Baile Átha Cliath bedeutet soviel wie "Stadt an der befestigten Furt", war das Ziel des heutigen Tages, was leider auch schon das Ende des Aufenthalts auf der Grünen Insel einläutete. Diesmal bin ich die 220km lange Strecke von der Westküste zurück an die Ostküste aber am Tag gefahren, man möchte ja auch beim Autofahren ein klein wenig was sehen.
    In Dublin dann wieder die Suche nach einer Unterkunft für die nächsten vier Tage. Schlau wäre sicher gewesen zumindest hier das Hotel beziehungsweise die Pension schon von Deutschland aus zu buchen, den wie schon die erste gestaltete sich auch diese Suche nach einem Bett etwas schwierig. Zumal ich nach der Absteige in Galway jetzt etwas gemütlicher unterkommen wollte. Aber alle Bed and Breakfast Houses die ich anfuhren waren schon voll belegt und zu weit vom Stadtzentrum entfernt sollte die Herberge ja auch nicht sein. Fündig geworden bin ich schließlich in der Nähe des Phoenix Parks, der Preis von 99€ pro Nacht war zwar deutlich mehr als ich veranschlagt hatte, aber dafür habe ich diese vier Nächte recht komfortabel gewohnt, nur das Auto war zu hoch für das hoteleigene Parkhaus des Best Western Ashling Hotels.
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  • 15. Juni, Dublin, Book of Kells, Phoenix Park
    Wann und wo das Book of Kells genau entstand ist bis heute umstritten, wahrscheinlich ist aber dass es zum Ende des 8. Jahrhunderts auf Iona, einer kleinen Insel der Inneren Hebriden vor der Westküste Schottlands, begonnen wurde. Auf Iona hatte 563 ein gewisser Collum Cille der spätere St. Columban ein Kloster gegründet, von diesem Kloster gingen später auch viele Klostergründungen auf dem europäischen Festland (u.a. in Würzburg und St. Gallen) aus. Durch den gestiegenen Bedarf an liturgischen Gegenständen, vor allem Büchern, versammelte der Abt Connachtach gegen 790 eine Reihe von Künstlern und Schreibern in dem Kloster. Nach zwei Wikingerüberfällen 795 und 806 flüchteten die Mönche, mit dem Buch und verschiedenen anderen Reliquien, von Iona nach Kells in der Grafschaft Meath, wo es in dem neugegründeten Kloster im 9. Jahrhundert vollendet wurde. Im Kloster von Kells blieb das Werk bis es 1649 vor den Truppen Oliver Cromwells im Trinity College in Dublin in Sicherheit gebracht wurde. Dort befindet es sich noch heute in der Old Library der Universität.
    Was dagegen das Book of Kells ist, ist unzweifelhaft. Auf 680 Seiten aus feinstem Pergament ist unter anderem eine lateinische Übersetzung der vier Evangelien enthalten, außerdem verschiedene Indizes, Glossare, Verzeichnisse und Anmerkungen, die allerdings zum Teil nicht mehr vollständig vorhanden sind.
    Wie diese Inhalte dargestellt sind, kann ebenfalls von jedermann problemlos festgestellt werden. Täglich werden zwei andere der prunkvoll geschmückten und verzierten Seiten gezeigt. Jedes der vier Evangelien beginnt mit einer Initiale, zum Teil nehmen diese Initialen die gesamte Seite der Handschrift ein. Auch bei der Beschaffung der zur Herstellung des Kunstwerks benötigten Materialien hat man keine Kosten und Mühen gescheut, so wurden zum Beispiel gewisse Farbpigmente aus dem Hindukusch (im heutigen Afghanistan) beschafft.
    Neben dem Book of Kells sind in der Old Library noch weitere wertvolle Handschriften, so das Book of Durrow, das Book of Armagh sowie das Book of Dimma ausgestellt, außerdem im sogenannten Long Room, einer 60m langen Halle, weitere 5000 Handschriften und zirka 3 Millionen gedruckter Bände, www.bookofkells.ie.
    Etwa 4km außerhalb des eigentlichen Stadtzentrums von Dublin liegt der Phoenix Park, mit einer Fläche von knapp 8km² ist dies die größte öffentlich zugängliche Grünanlage weltweit. Innerhalb des Parks befindet sich der Dubliner Zoo, der Sitz des Irischen Präsidenten, die Botschaft der USA, ein Observatorium, ein Besucherzentrum, eine großes Kreuz (das Papal Cross) welches an eine Messe von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1979 erinnert, sowie mehrere Sportanlagen für Cricket, Polo und Fußball.
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Das Wetter von morgen in Dublin

 
  • 16. Juni, Dublin, Bloomsday
    Leopold Bloom, so heißt der Protagonist in James Joyce' Ulysses.
    Joyce schildert in seinem, an Homers “Odyssee“ angelehnten, Roman einen Tag - eben den 16. Juni des Jahres 1904 - im Leben des Juden und Anzeigenakquisiteurs Bloom. Eine weitere bedeutende Figur in diesem Werk ist Stephen Dedalus, Hilfslehrer und Schriftsteller. Der Leser begleitet die beiden Dubliner des frühen 20. Jahrhunderts von morgens um acht bis weit nach Mitternacht. Stationen für Bloom sind unter anderem eine Metzgerei, das Postamt, ein Badehaus, die Beerdigung seines Freundes Paddy Dignam auf dem Glasvenin - Friedhof, sein Büro in einem Dubliner Verlag. Im Laufe dieses Tages kreuzen sich mehrfach die Wege von Leopold Bloom und Stephen Dedalus und führen schließlich über einen gemeinsamen Bordellbesuch zu Bloom nach Hause, wo seine Gattin Molly, nach einem mit ihrem Liebhaber verbrachten Tag, bereits schläft.
    Soviel ganz kurz zum Inhalt des Romans, zum - WAS erzählt wird, wobei das WAS eigentlich absolut zweitrangig, eigentlich uninteressant, ja langweilig ist. WasJames Joyce diesen Roman einzigartig macht und berühmt gemacht hat, ist WIE erzählt wird. Dieses WIE macht das Lesen des Romans nahezu unmöglich und den Zugang zu diesem Werk ausgesprochen schwierig. Wie bereits gesagt, orientiert sich der Roman an Homer' “Odyssee“. Ursprünglich waren auch die 18 Episoden den Überschriften der “Odyssee“ zugeordnet, dies wurde jedoch kurz vor der ersten Drucklegung im Jahr 1922 wieder geändert, Literaturkritiker benutzen jedoch diese Gliederung weiterhin, was zur Orientierung auch recht hilfreich ist. Jedes der Kapitel ist in einem eigenen sehr charakteristischem Stil geschrieben, als Beispiele, das siebte Kapitel (Äolus) ist im Stil von Zeitungsreportagen, mit entsprechend großen Überschriften verfasst, die Circe – Episode in Form eines Theaterstücks, mit konkreten Regieanweisungen, es gibt ein Kapitel im Stil eines Gerichtsplädoyers, die “Rinder des Helios“ – Episode nimmt Anleihen bei der Altenglischen Literatur bis hin zum viktorianischen Englisch. Seitenweise fehlen die Konsonanten, oder es gibt sich über mehrere Seiten erstreckende Aufzählungen von Dubliner Persönlichkeiten der damaligen Zeit. Das 18. und letzte Kapitel (Penelope) besteht aus einem einzigen Satz, mit nur einem einzigen Punkt am Ende, ansonsten fehlen jegliche Satzzeichen, die Episode umfasst in der deutschen Übertragung2etwa 75 Seiten mit zirka 40 000 Wörtern!
    Trotz dieser kaum zu überwindenden Klippen sollte das Buch zur Pflichtlektüre des interessierten Dublin – Besuchers gehören, da der Roman keineswegs fiktiv ist, sondern zum einen starke autobiographische Züge enthält, so ist zum Beispiel Stephen Dedalus dem jungen Joyce gleichzusetzen, wohingegen Bloom dem weiseren, gereifteren Joyce entspricht, in Blooms untreuer Ehefrau Molly finden sich Anleihen bei Nora Barnacle, der Gattin von James Joyce, wieder. Aber auch andere Figuren des Romans waren real existierende Persönlichkeiten. Zum anderen sind auch die von Joyce beschriebenen Gebäude, Pubs sowie andere Örtlichkeiten, soweit sie nicht baulichen Maßnahmen der letzten Jahrzehnte zum Opfer gefallen sind, noch zu besichtigen. Genau diese detailgetreue Beschreibung ist Hintergrund des Bloomsday, viele Anhänger von James Joyce und Leopold Bloom huldigen diesen Tag als eine Art Feiertag, nicht nur in Dublin.
    Ich habe allerdings an diesem Tag nur eine Aufführung auf der Besucheretage der Guinness - Brauerei gesehen und nur Bahnhof verstanden, was aber sicher daran liegt, dass ich mich erst nach meiner Rückkehr aus Dublin intensiver mit der Ulysses von James Joyce beschäftigt habe.
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  • 17. Juni, Dublin, Kilmainham Jail
    Wie eigentlich bei allen momentanen Konflikte weltweit, geht auch die Ursache für den Nordirlandkonflikt weiter zurück als bloß bis in das vergangene Jahrhundert. Sicherlich sind die Wurzeln sowohl für den blutigen Konflikt der seit Ende der 1960er Jahre in Nordirland andauert, als auch für den Bürgerkrieg zu Beginn des 20. Jahrhunderts mehrere Jahrhunderte früher zu finden. Man könnte sicher noch weiter in der Irischen Geschichte zurückgehen, aber fangen wir bei der Landvergabe an schottische und englische Adelige im Jahr 1649 an. Unter dem Schutz von Oliver Cromwells Truppen gelangten weite Dublin, Kilmainham Jail Dublin; Kilmainham Jail, Exekutionsplatz Landstriche, besonders im Nordosten, an protestantische Großgrundbesitzer, die ihrerseits die Ländereien an irische Bauern verpachteten, nur wenig Land verblieb im Besitz der einheimischen, überwiegend katholischen Bevölkerung. Die endgültige Kolonialisierung Irlands durch das benachbarte England erreicht ab 1690 seinen Höhepunkt, verschiedene Apartheidgesetze nahmen dem Land jegliche Autonomie, Ausübung von irischer Tradition oder katholischer Religion war nur noch im Untergrund möglich. 1801 wird das sogenannte "Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland" geschaffen (Act of Union). Gegen Ende des Jahrhunderts formierte sich eine Bewegung, welche die Wiedererlangung der Selbstständigkeit zum Ziel hatte, die überwiegend protestantisch geprägten nordöstlichen Grafschaften Ulsters lehnten derartige Bestrebungen jedoch strikt ab. Es kommt zur Gründung von verschiedenen Gruppierungen, sowohl auf protestantisch, unionistischer (Ulster Volunteers), als auch katholisch, republikanischer (Sinn Féin, Irish Volunteers) Seite. Die beiden irisch, nationalistischen Organisationen "Sinn Féin" (= "wir selbst" oder "wir allein") und Irish Volunteers initiierten am Ostermontag, dem 24. April 1916, in Dublin einen Aufstand gegen die britische Besatzungsmacht und für die politische Freiheit Irlands. Der Osteraufstand wird jedoch von britischen Truppen innerhalb weniger Tage blutig beendet, drei Wochen später werden 14 Anführer der Rebellion, unter anderen Patrick Pearse, Connolly, Clarke, in Kilmainham Jail hingerichtet. Andere werden zwar ebenfalls zum Tode verurteilt, später aber – wohl auch auf Druck der USA – amnestiert. Einer von ihnen, der in New York geborene Eamon de Valera, war später mit Unterbrechungen bis 1959 irischer Premierminister und von 1959 bis 1973 Staatspräsident. De Valera war auch Vorsitzender von "Sinn Féin" als diese 1918 bei den Wahlen zum britischen Unterhaus 73 Sitze gewannen, die Mitglieder der Partei lehnten es jedoch ab ihre Sitze einzunehmen und gründeten stattdessen im darauffolgenden Januar das erste irische Parlament Dáil Eireann. Außerdem erklärten sie Irland für unabhängig und ernannten Eamon de Valera zum ersten Regierungschef. England greift zunächst militärisch ein, gestattet jedoch 1920 die Einrichtung von zwei irischen Parlamenten, neben dem in Dublin, ein weiteres in Belfast, am 6. Dezember 1921 wurde dann ein Vertrag geschlossen, der Irland zum Freistaat (Dominion) erklärt und damit das Ende der britischen Kolonialherrschaft darstellt, dies allerdings ohne die sechs Grafschaften Ulsters. De Valera lehnt diesen Anglo-Irischen Vertrag jedoch ab, da er die Teilung Irlands beinhaltet und tritt als Vorsitzender des Parlaments zurück. Aufgrund der Streitigkeiten über die Trennung kommt es zum Bürgerkrieg, der bis zum Mai 1923 dauert. 1926 spaltet de Valera "Sinn Féin" und gründet die Partei "Fianna Fáil", was übersetzt so viel wie "Soldaten des Schicksals" bedeutet, der momentane Parteichef von "Fianna Fáil" ist Bertie Ahern, gleichzeitig der irische Premierminister (Stand Feb. 2004). Die zum Kompromiss mit Großbritannien bereiten Kräften versammeln sich 1933 in der "Fine Gael" ("Familie der Iren"). Der irische Freistaat wird 1949 endgültig unabhängige Republik und verlässt gleichzeitig den Commonwealth.
    Das Gefängnis Kilmainham Jail (auch Kilmainham Gaol) wurde 1796 erbaut und 1924 geschlossen, einer der letzter Insassen war de Valera, der nach dem Bürgerkrieg dort einsaß. Das Zuchthaus drohte zu einer Ruine zu werden, bis 1960 einige Freiwillige mit der Rekonstruktion begannen, mit dem Ziel es zu einem Museum auszubauen. Es diente seither auch schon häufiger als Filmkulisse. Kilmainham Jail liegt an der Inchicore Road im Stadtteil Kilmainham, man kann den Besuch des Gefängnisses gut mit einem Bummel durch den Phoenix Park verbinden, der nicht weit entfernt am anderen Ufer des Liffey liegt. Wenn man nicht mit dem Wagen in Dublin unterwegs ist, sollte man allerdings wenigstens für eine Strecke von der Stadtmitte bis hierher den Linienbus nehmen.
    Das Photo oben links zeigt eine Innenansicht des Kilmainham Jail, auf dem rechten Bild ist der Exekutionsplatz zu sehen.
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  • 18. Juni, Whiskey und Rückflug nach D'dorf
    Nicht nur das eine zusätzliche "e" unterscheidet irischen Whiskey von schottischem Whisky. In Irland findet das Darren, also die Umwandlung der aufgekeimten Gerste nicht wie in Schottland über offenem Feuer, sondern über einen indirekten Luftstrom statt. Dadurch hat Whiskey einen etwas weniger rauchigen Geschmack. Hier wie dort wird jedoch mitunter Torf dem Feuer beigegeben. In der Regel wird irischer Whiskey dreimal destilliert, in Schottland findet der Destillationsvorgang nur zweimal statt, auch dies macht Whiskey etwas weicher und milder. Unterschiede bei der langjährigen Lagerung in gebrauchten Bourbon-, Sherry- oder Portweinfässern (Irland - liegend, Schottland - auf Paletten stehend) wirken sich jedoch nicht geschmacklich aus. Man ahnt es wahrscheinlich schon, letzter Programmpunkt in Dublin und damit Irland war der Besuch einer Whiskeydestille genauer gesagt ein Besuch der Old Jameson's Distillery, was leider nicht mehr wirklich eine Destille ist sondern ein Besucherzentrum, da die Produktion bereits seit mehreren Jahrzehnten in Midleton (County Cork) stattfindet. Aber hochinteressant war's trotzdem und geschmeckt hat es auch.
    Am Nachmittag dann der Rückflug, diesmal direkt von Dublin nach Düsseldorf, Temperatur bei der Ankunft gegen 19 Uhr noch etwa 35°C, in Dublin waren es gerade einmal 18°C. Sonst hat man das ja oft anders herum, dass man nach der Rückkehr zu Hause friert.
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  1. Irisch ist eine der Indogermanischen Sprachen (auch als Indoeuropäisch bezeichnet) und gehört innerhalb dieser Sprachfamilie zu den keltischen Sprachen, exakt: Inselkeltisch, weitere Vertreter dieser Gruppe sind Walisisch, Bretonisch, Schottisch-Gälisch sowie Kornisch, Kumbrisch und Manx, wobei die drei letzten ausgestorben sind. Gebiete in denen die Muttersprache der meisten Bewohner Irisch ist, werden Gaeltacht genannt, diese Regionen liegen überwiegend an der Westküste der Insel. Irisch ist neben Englisch die zweite Amtssprache in der Republik Irland.
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  2. James Joyce Ulysses, Übertragung von Hans Wollschläger, edition suhrkamp, ISBN 3-518-11100-0
    außerdem unbedingt zu empfehlen: Meisterwerke kurz und bündig, Joyce' Ulysses, von Frank Zumbach, Piper, ISBN 3-492-23138-1
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